EVA & Endomarch Online Veranstaltung 27.03.2021

Im Rahmen unserer kostenlosen Online-Veranstaltung zum Endometriose Awareness Monat März möchten wir Patientinnen, Angehörigen und Interessierten die Möglichkeit bieten mehr über die Erkrankung Endometriose zu erfahren.

Die Endometriose-Symptome können sich sehr vielseitig darstellen und stehen nicht in direktem Zusammenhang mit dem Schweregrad der Erkrankung. Endometriose kann Einfluss auf alle Lebensbereiche der Betroffenen haben: Sie fühlen sich oft durch Schmerzen oder andere Beschwerden im Berufsalltag, im Privatleben oder der Partnerschaft stark eingeschränkt.

Aus diesem Grund haben wir versucht die Themengebiete breit zu fächern und möchten euch verschiedene Therapieansätze näherbringen. Besonders am Herzen liegt es uns, auch über Tabu‘s zu sprechen.

Folgende Programmpunkte haben wir aus unseren zahlreichen Gesprächen, E-Mails und Telefonaten im Laufe unserer langjährigen Vereinstätigkeit für euch zusammen getragen.

Dieses spannende und abwechslungsreiche Programm erwartet euch im Rahmen unseres Online-Events.

Wir freuen uns auf einen interessanten Tag mit euch!

Programm/Ablauf

08:00 – 08:30 Uhr

Vorstellung EVA + Vorstand: Fr. Ines Mayer, Obfrau EVA und Fr. Michaela Kahr, Stellvertretende Obfrau EVA und Vorstellung Endomarch: Fr. Mag. Yasaman Miremadi

08:30 – 09:00 Uhr

Endometriose aktuell – Wissenswertes für Betroffene: Fr. Dr. Astrid Sautner, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe

09:00 – 10:30 Uhr

Endometriose und Kinderwunsch – Was sind die Optionen?: Hr. Assoc. Prof. PD. Dr. Kazem Nouri und Psychologische Aspekte Kinderwunsch bestehend/Umgang damit, Paarbeziehung aber auch wie schließe ich damit ab: Fr. Mag. Yasaman Miremadi

10:30 – 11:30 Uhr

Pychologischer Aspekte der Diagnosefindung, Ängste, Umgang mit der Diagnose: Fr. Mag. Adriana Ackermann

11:30 – 12:00 Uhr

Yoga bei Endometriose: Fr. Rita Hofmeister

12:00 – 13:00 Uhr
Mittagspause (kein Programm)
13:00 – 14:00 Uhr

Ernährung und Selbstfürsorge: Fr. Catherine Seidl, Ernährungsberaterin und körperorientierter Transformationscoach NESC

14:00 – 15:00 Uhr

Osteopathie bei Endometriose: Fr. Ingeborg Kremen-Pilz, MSc D.O., PGD WHO

15:00 – 16:00 Uhr

Sexualität und Endometriose: Fr. Magdalena Heinzl, Sexualpädagogin, Sexualberaterin und Beckenbodentrainerin und Fr. Miriam Mottl, Frauenärztin und Sexualmedizinerin

16:00 – 17:00 Uhr

Touth for Health, Kinesiologie: Fr. Ursula Waldl, Natur-Feld-Kinesiologin, LSB und Supervisorin

17:00 – 18:00 Uhr

Psychologische Vor- und Nachbereitung einer Operation: Fr. Gisela Haje, Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung

18:00 – 18:30 Uhr

Austausch und Vernetzung der Teilnehmer, Danksagung: Fr. Michaela Kahr Stellvertrende Obfrau EVA

Hier könnt ihr euch das Programm downloaden. Teilen ist ausdrücklich erwünscht 🙂 #eva_endometriosevereinigung #eva_awareness2021 #eva_endomarch2021

Anmeldung

Vortragende

Fr. Ines Mayer, Obfrau EVA und Fr. Michaela Kahr, Stellvertretende Obfrau EVA Foto: Privat
Dr. Astrid Sautner, Fachärztin für Gynäkologie und Geburtshilfe Thema: Endometriose aktuell – Wissenswertes für Betroffene Foto: Privat

Hr. Assoc. Prof. PD. Dr. Kazem Nouri, Thema: Endometriose und Kinderwunsch – Was sind die Optionen? 

Assoc. Prof. PD. Dr. Kazem Nouri studierte Medizin an der Medizinischen Fakultät in Wien. Er absolvierte seine Ausbildung zum Facharzt für Allgemeinmedizin und Facharzt für Gynäkologie und Geburtshilfe in LKH Wolfsberg und Klinikum-Klagenfurt in Kärnten. Danach folgte eine Fellowship im Bereich der Hormone und Kinderwunsch-Therapie an der Abteilung für gynäkologische Endokrinologie und Reproduktionsmedizin der Medizinischen Fakultät Wien wo er bis April 2019 als Stellvertretender Leiter, Direktor der IVF-Einheit und reproduktiven Chirurgie tätig war. Er hat mehr als 100 wissenschaftliche Arbeiten in Medizinischen Fachzeitschriften veröffentlicht und mehr als 700 nationale und internationale Vorträge gehalten. Er ist Vizepräsident der österreichischen Gesellschaft für Sterilität, Infertilität und Endokrinologie, und der Gesellschaft für Psychologie und Kinderwunsch. Er ist Vorstandsmitglied der Österreichischen IVF-Gesellschaft und von 2017 bis 2020 österreichischer klinischer Vertreter im ESHRE-Ausschuss der Nationalen Vertreter. Seit April 2019 ist er Ärztlicher Direktor von VivaNeo Austria ein Mitglied von TFP mit derzeit drei IVF-Zentren in AUT in Wien, Wels und in Klagenfurt.

Foto: AKH Wien

Fr. Mag. Yasaman Miremadi, Thema: Psychologische Aspekte Kinderwunsch bestehend/Umgang damit, Paarbeziehung aber auch wie schließe ich damit ab

Foto: Privat

  

Der Lang Weg zur Diagnose ist gepflastert mit Verunsicherung – Belastung und Bewältigung aus psychologischer Sicht

Der Weg zur Diagnosefindung kann sehr lang und zusätzlich zu den empfundenen Beschwerden selbst zur Belastung werden.
Im Vortrag soll thematisiert werden warum der diagnostische Prozess psychische Belastungen verursachen kann und welche Faktoren und Strategien hilfreich im Sinne der Bewältigung sein können.
Aber auch die Bewältigung der Erkrankung, unabhängig vom zeitlichen Zusammenhang zur Diagnose, soll mit Blick auf die Aspekte Umgang mit Schmerz und Möglichkeiten zum Erhalt und Steigerung der Lebensqualität.

Mag. Adriana Ackermann ist Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin und verfügt über mehr als einem Jahrzehnt Berufserfahrung im klinischen Setting.
Seit 2016 ist sie im Klinikum Wels tätig, wo sie Patientinnen und Patienten aller somatischen Abteilungen während des Krankenhausaufenthaltes psychologisch begleitet. Dabei sind Themen wie Schmerzbewältigung, psychische Belastungen bei und Umgang mit Diagnosestellung oder die Belastungen während des diagnostischen Prozesses häufige Inhalte der psychologischen Behandlung. 

Foto: Privat

 

 

In der Einheit mit Rita Hofmeister, der Autorin des Buches „Endometriose – Ein Selbsthilfebuch“, die auch unsere ehemalige Obfrau ist, machen wir gemeinsam ein bisschen Yoga. Viele Frauen berichten über die wohltuende Wirkung von Yoga bei Endometriose. Tiefe Bauchatmung und sanfte Bewegung aktivieren und entspannen Bauch und Becken, lindern Verklebungen und Verwachsungen und beleben das Energiesystem.

 Foto: Victoria Posch

 

Ich freue mich, einen gesundheitsfördernden Ansatz der Ernährung bei Endometriose vorzustellen. „Ernährung“ ist ein umfassender Begriff. Neben interessanten Lebensmitteln beinhaltet er auch all das, was uns ganzheitlich nährt: unsere Beziehung zu uns und unserem Körper, die Menschen, die uns umgeben, die Luft, die wir atmen und vieles mehr. Wir werfen einen Blick auf die Selbstfürsorge, die wir uns mit der Ernährung unseres Körpers und unserer Seele schenken. Was bedeutet der Begriff Eigenverantwortung für uns? Wie können wir uns mit kleinen Aufmerksamkeiten Großes schenken? Ein Impuls für eine spielend einfache Selbstfürsorge im Alltag.

Mein Name ist Catherine Seidl. Ich bin Ernährungsberaterin und körperorientierter Transformationscoach NESC. Ich begleite Frauen mit Endometriose, Paare in der Kinderwunschzeit, Eltern und die ganze Familie. Mein ganzheitlicher Ansatz umfasst die gesundheitsfördernde Ernährung und das Auflösen unbewusster und blockierender Muster.

Foto: Tim Schuler

 

 

Was ist Osteopathie?
Was kann die Osteopathie bei Endometriose anbieten?
Was können Betroffene Frauen selbst beitragen?
Anhand von Beispielen soll verständlich werden wie die Therapie aussehen kann und welche Ansätze sich in der Praxis bewährt haben. Auf Wunsch der Frauen wird auch mehr an Informationen eingebaut zur Selbsthilfe.
Ziel soll sein jede Frau zu bestärken für sich selbst zur Expertin zu werden und neue Inputs für den Alltag zu bekommen.

 

Ingeborg Kremen-Pilz MSc D.O., PGD WHO ist seit 17 Jahren als Physiotherapeutin und seit 10 Jahren als Osteopathin in eigener Praxis tätig. Im Rahmen ihres Masterstudiums beschäftigte sie sich mit dem Thema Endometriose und untersuchte den Einfluss der Osteopathie auf die Lebensqualität bei Frauen mit Endometriose. Weiters absolvierte sie einen 2-jährigen Frauengesundheitslehrgang für Osteopathen, den sie im Herbst 2020 abgeschlossen hat. 2018 hatte sie die Möglichkeit ebenso am Europäischen Endometriosekongress in Wien über osteopathische Behandlungen bei Schmerzpatientinnen die Fachärzteschaft zu informieren.

Foto: Privat 

 

Im Vortrag von Miriam M. Mottl und Magdalena Heinzl wird das Thema Sexualität mit Endometriose besprochen.
Wie kann ich meinen Beckenboden bewusst entspannen?
Was kann ich tun, bei Schmerzen während des Geschlechtsverkehrs?
Was ist überhaupt alles Sex?
Und welche Hilfsmittel gibt es?
Danach gibt es natürlich die Möglichkeit, Fragen zu stellen.

Magdalena Heinzl, die Gründerin von sexOlogisch, der Plattform für Sexualität, Körperwahrnehmung und Gewaltprävention, arbeitet als Sexualpädagogin, Sexualberaterin und Beckenbodentrainerin selbstständig. Neben ihrer Selbstständigkeit produziert sie ihren eigenen Podcast und auf ihrem Blog kann man nützliche Tipps und Tricks rund ums Thema Sexualität nachlesen. Auch die Themenfelder Trauma- und Theaterpädagogik lässt sie gerne in die Arbeit einfließen.

Miriam M. Mottl ist Frauenärztin und Sexualmedizinerin angestellt als Oberärztin am Kepleruniversitätsklinikum. Nebenbei berät sie Frauen und Paare in ihrer Wahlarztordination, betreibt einen Blog „Frag Miriam“ zum Thema Kinderwunsch, Sexualität und Partnerschaft und spricht mit einem Kollegen im gemeinsamem Podcast „Eros und Psyche“ über Tabuthemen rund um die Sexualität sowie Psyche.

Foto: Yvonne Kreuzmayr und Simart Fotografie

 

 

Ursula Waldl, 48 Jahre alt, seit 2001 als selbständige Natur-Feld-Kinesiologin, LSB und Supervisorin in eigener Praxis in Bad Hall tätig und vor allem viel in der Natur unterwegs. Verheiratet und 3 Kinder zwischen 25 und 7 Jahren.

Seit 1990 intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Gebärmutter, Menstruation und Weiblichkeit und dem weiblichen Zyklen. Unsere älteste Tochter hat die Diagnose Endometriose.
Viele Klientinnen, die ich in den letzten 20 Jahren als Unterstützung zur Schulmedizin begleiten durfte.

Vortrag mit Schwerpunkt psychologische, energetische, emotionale und spirituelle Begleitung von Klienten mit der Diagnose mit Einbeziehung des Familiensystems. Als Unterstützung zur schulmedizinischen Behandlung. Fallbeispiele und erlebte „Lösungsansätze“ und die erlebten Grenzen in der Praxis.

Foto: Privat

 

 

 

 

 

 

 

Von Eingriffen zum Aufgreifen – Kleine Anleitung im Umgang mit Operationen und Notoperationen

Es kann vorkommen, dass Schmerz so groß wird, dass die Fahrt in ein Krankenhaus unvermeidbar wird. In Spitälern gibt es oft andere Rhythmen, als die die wir gewohnt sind: Manches dauert ewig – und dann geht wieder alles viel zu schnell. Manchmal entstehen mehr Fragen als Antworten und dann wieder fehlen die Antworten, die gebraucht werden. Wie kann man sich auf das Unvorbereitete vorbereiten? Auch die Sprache in Krankenhäusern ist oftmals anders als die vertrauten Worte. Wie kann es gelingen trotzdem sich zu trauen, das zu sagen (z. B. etwas Ablehnen oder Nachzufragen) oder zu tun, was wichtig ist (z.B. jemanden noch anzurufen). Auch bei geplanten Operationen verläuft der körperliche Heilungsprozess schneller und erfolgreicher, kann vorher und auch nachher darüber gesprochen werden. Im Rahmen dieses Workshops möchte ich aus psychologischer Sicht Grundlegendes rund um das Thema Operationen/Notoperationen erklären: Was ist vorher wichtig, was nachher. Wie kann sich ein plötzlicher Eingriff auf die Psyche auswirken. Was kann helfen den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren – und wenn doch: wie dann am besten Falleen?

Maga Gisela Hajek
Psychologin und Psychotherapeutin in Ausbildung unter Supervision (Psychoanalyse), in freier Praxis in Wien IV. tätig seit 2008, zusätzlich u.a. psychologische Leitung einer psychiatrischen Tagesklinik in der Penzinger Klinik (vormals Otto Wagner Spital), wie auch die Leitung des psychologischen/psychotherapeutischen Teams des Orthopädischen Krankenhauses Gersthof, Wien.
Schwerpunkte meiner Arbeit sind Empowerment und Menschen dabei zu unterstützen mehr Handlungsspielraum zu finden. Weiblichkeit, Körper, Sexualität sind Beziehung zentrale Themen in meiner Praxis ebenso wie psychosomatische Erkrankungen.
In meiner Tätigkeit als Psychologin durfte ich sowohl in der Psychiatrie als auch in der Orthopädie (hier vor allem Menschen mit schweren Krebsdiagnosen, bzw. Amputationen) betreuen.

Foto: CDB